Sophrologie: Gesundheitsförderung im Musikerberuf

Musikerinnen und Musiker sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Das kann zu einer dauerhaften Stressbelastung führen.

Die beruflichen Anforderungen an die Musikschaffenden haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Musikerinnen und Musiker sind vermehrt hohem Druck und Belastungen ausgesetzt. Stress ist die häufigste Antwort des Körpers auf eine physische, mentale oder emotionale Aggression. Existenzängste, Schlafstörungen oder ein Burnout sind mögliche Folgen, mit denen Musikerinnen und Musiker heute oftmals konfrontiert sind. Um in diesem Beruf fokussiert Höchstleistungen zu erbringen, wird die physische und mentale Vorbereitung immer wichtiger. So haben beispielsweise die Münchner Philharmoniker einen mentalen Trainer angestellt und ermöglichen so eine ideale Vorbereitung in einem Beruf, der gerne mit dem Spitzensport verglichen wird.

Tinnitus und Lampenfieber sind zwei weitere Themen, welche Künstlerinnen und Künstler betreffen und eine spezifische Beratung und Behandlung erfordern. Aus diesen Gründen scheint es wichtig, sich vorbeugend mit den Ursachen von gesundheitlichen Problemen und den veränderten beruflichen Anforderungen in dieser Tätigkeit auseinander zu setzen.

Die Sophrologie ist eine individuelle Bewusstseinsschulung, welche Körper und Geist aktiviert. Die Methode wird nicht nur im Gesundheitsbereich, sondern auch in der Erziehung, der Musik und im Spitzensport erfolgreich eingesetzt. Dabei stärkt die Sophrologie das Selbstvertrauen, steigert die Motivation, weckt die Kreativität, verbessert die Effizienz und dient auch der Burnout-Prävention. Die Methode weist u.a. Elemente des autogenen Trainings, der progressiven Muskelentspannung und des Raja-Yogas auf.

Weitere Informationen unter: www.sofroy.ch, www.sophrologiesuisse.ch

Irène Schweizer gewinnt den Schweizer Grand Prix Musik 2018

Irène Schweizer, eine der wichtigsten Pianistinnen des zeitgenössischen Jazz wird mit dem Gran Prix Musik 2018 ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 13. September 2018 im Rahmen des Festivals Label Suisse in Anwesenheit von Bundesrat Ignazio Cassis in Lausanne statt.

Irène Schweizer befasste sich bereits im Alter von 12 Jahren autodidaktisch mit Klavier und Schlagzeug, bevor sie Unterricht bei einem Privatlehrer nahm. 1958 wandte sie sich dem Modern Jazz zu und trat bis 1961 alljährlich mit den Modern Jazz Preachers beim Amateurfestival in Zürich auf, 1960 als Siegerin. Begegnungen mit Abdullah Ibrahim und den Blue Notes sowie mit Cecil Tayler führten sie zum Free Jazz. Sie hat in ihrer Karriere zahlreiche Solo- und Duo-Alben veröffentlicht unter anderem mit Pierre Favre und Joey Baron. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit war sie schon früh als Feministin aktiv, was zur Zusammenarbeit mit Formationen wie der „Feminist Improvising Group“ sowie „Les Diaboliques“ führte. Sie gilt zudem in der Schweizer Jazzszene als wichtige Organisatorin und ist an der Entstehung des Taktlos Festivals und des Label Intakt wesentlich beteiligt.

1990 erhielt Schweizer den Kulturpreis der Stadt Schaffhausen und 1991 den Kunstpreis der Stadt Zürich. Die Schweizer Regisseurin Gitta Gell dokumentierte das Leben der Jazzmusikerin in einem Film. 2013 wurde sie mit dem «Nachtigall 2013», dem Sonderpreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Irène Schweizer wird zu Recht als eine der spannendsten Figuren des Jazz bezeichnet.

Der Schweizer Musikrat freut sich sehr über die Wahl und gratuliert Irène Schweizer herzlich zum Grand Prix Musik 2018.

NR Rosmarie Quadranti neue Präsidentin des SMR

Die Delegiertenversammlung des Schweizer Musikrats (SMR) hat am letzten Freitag Rosmarie Quadranti als neue Präsidentin gewählt. In dieser Funktion wird sich die Nationalrätin künftig für die Anliegen des Schweizer Musiksektors einsetzen. Der SMR schätzt sich glücklich, mit ihr eine Persönlichkeit gewonnen zu haben, die auf nationaler Ebene politisch aktiv ist und sich mit viel Engagement für kulturpolitische Belange einsetzt. Rosmarie Quadranti amtet seit 2000 als Schulpräsidentin von Volketswil. 2011 wurde sie in den Nationalrat gewählt und ist dort seit ihrer Wiederwahl 2015 Fraktionspräsidentin der BDP. Im Parlament ist sie Mitglied der «Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur» und der «Sicherheitspolitischen Kommission». Mehreren Parlamentarischen Gruppen steht sie als Co-Präsidentin vor, so der Parlamentarische Gruppe Mehrsprachigkeit oder der Parlamentarischen Gruppe Suisse – Solidarité internationale. Zudem ist sie im Vorstand der Parlamentarischen Gruppe Musik PGM. Die Nationalrätin ist in verschiedenen Stiftungen und Verbänden aus dem Kultur- , Sozial- und Bildungsbereich tätig. So präsidiert sie seit 2015 den Stiftungsrat der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und den Verband Kinderbetreuung Schweiz, kibesuisse. Seit Juli 2016 ist sie zudem Mitglied des entwicklungspolitischen Beirats von Helvetas.

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NoBillag-Initiative am 4. März 2018 deutlich abgelehnt

Der SMR nimmt den Ausgang der Abstimmung mit grosser Freude und Erleichterung zur Kenntnis. Denn eines ist klar: Ohne SRG und gebührenfinanzierte private Radio- und Fernsehstationen hätte die Schweizer Musik kaum mehr eine Chance gehabt, Verbreitung zu finden. Das heutige Abstimmungsergebnis ist eine äusserst gut Nachricht für die Schweizer Musik. Die Kampagne gegen die No-Billag-Initiative erfuhr breite Unterstützung. Viele engagierten sich mit viel Herzblut. Dieses Engagement hat Früchte getragen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben mit ihrem Votum an der Urne gezeigt, dass ihnen Vielfalt, unabhängige audiovisuelle Kanäle, ein reichhaltiges Kulturleben und Solidarität wichtig sind. Der SMR bedankt sich herzlich bei allen, die sich gegen die Initiative eingesetzt haben.

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Schweizer Musikrat gratuliert den Gewinnern der 11. Swiss Music Awards

Am 9. Februar gingen die Swiss Music Awards 2018 in Zürich über die Bühne. Einmal mehr zeigte sich, dass das Schweizer Musikschaffen äusserst vielfältig und lebendig ist.

Gleich vier Awards konnte Nemo mit nach Hause nehmen und zwar für die Kategorien Best Male Solo Act, Best Live Act, Best Breaking Act und für den Best Hit. Best Female Solo Act ist Eliane. Züri West wurde als Best Group und für das beste Album ausgezeichnet. Crimer ist das SRF3 Best Talent 2018, Danitsa der Best Act Romandie. Des Weiteren wurden auch Awards für internationale Acts und Songs vergeben. Die Gewinner sind Ed Sheeran (Best Solo Act International und Best Hit International), Rag'n'Bone Man (Best Breaking Act International) und Imagine Dragon (Best Group International). Der Tribute Award ging an Martin Ain von Celtic Frost.

Pro Helvetia: Philippe Bischof übernimmt die Direktion

Am 1. November 2017 tritt Philippe Bischof sein Amt als neuer Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia an. Er übernimmt die Direktion von Sabina Schwarzenbach, welche die Stiftung interimistisch geführt hat.
Philippe Bischof, ehemaliger Leiter der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt, tritt das Amt als Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia an. Der Stiftungsrat hat ihn am 3. April 2017 zum neuen Direktor gewählt. Sabina Schwarzenbach, welche die die Stiftung seit dem 1. November 2016 interimistisch geführt hat, kehrt nun wie vorgesehen wieder in ihre bisherige Tätigkeit als Leiterin Kommunikation zurück.

Philippe Bischof wird den Medien nach einer Einarbeitungszeit von 100 Tagen für Anfragen zur Verfügung stehen. » mehr

Female Workshops starten Ende Oktober 2017 in die 5. Runde

Das Angebot ist für Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahre, die gerne Band- und Live-Erfahrungen machen möchten. Ein Tag im Studio rundet das intensive 10-monatige Programm ab. » mehr

Erster #SwissMusicOnAir-Award geht an Radio BeO

Der erste #SwissMusicOnAir-Award geht an Radio BeO als das konzessionierte Privatradio mit dem höchsten Anteil Schweizer (Pop-)Musik im Programm. Radio BeO spielt in ihren Programmen erfreulich viel Schweizer Musik und stellt zudem in speziellen Sendeformaten besonders CH-Bands und Newcomer vor. » mehr

Philippe Bischof wird neuer Direktor von Pro Helvetia

104 Bewerbungen, ein neuer Direktor: Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia wird künftig von Philippe Bischof geführt. Er ist derzeit Leiter der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Der Stiftungsrat der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat gestern Abend Philippe Bischof einstimmig zum neuen Direktor gewählt. Er wird sein Amt auf den 1. November 2017 antreten. Das Bewerbungsverfahren begann Anfang November 2016, wurde von einem externen Kaderselektionsbüro durchgeführt und von einer Findungskommission geleitet. Stiftungsratspräsident Charles Beer sagt zur Wahl: «Philippe Bischof vereint alle Schlüsselqualifikationen, die wir für diese Funktion identifiziert haben: Er hat klare Visionen, ist integrativ und kennt sich im Management einer vielfältigen Organisation aus. Er ist die ideale Besetzung für die anspruchsvollen Aufgaben dieses Amtes – insbesondere die Ausarbeitung der nächsten Kulturbotschaft.» mehr