Vorstudie «Frauenanteil in Basler Bands»

In der Schweizer Popmusik scheint der Anteil musizierender Frauen gering zu sein. Doch statistische Erhebungen lagen bis dato noch nicht vor. Der RVF Basel, helvetiarockt (beides SMR-Mitglieder) und weitere Beteiligte wollten es genauer wissen. Das führte zur Konzeption einer Vorstudie, die die Situation in der Basler Popszene untersucht.

Die Ergebnisse zeigen, dass tatsächlich nur 10% der Personen, die in der Region Basel Musik machen, weiblich sind. Diese Musikerinnen sind jedoch sehr aktiv, indem sie in verschiedenen Bands spielen. Weiter sind gemäss Studie Bands, in denen mindestens eine Frau spielt, erfolgreicher im Akquirieren von Fördergeldern als Bands ohne Frauen.

Die Studienanlage, die Ergebnisse sowie Handlungsempfehlungen können auf der Webseite des RFV heruntergeladen werden. 

Sophrologie: Gesundheitsförderung im Musikerberuf

Musikerinnen und Musiker sind hohen Anforderungen ausgesetzt. Das kann zu einer dauerhaften Stressbelastung führen.

Die beruflichen Anforderungen an die Musikschaffenden haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Musikerinnen und Musiker sind vermehrt hohem Druck und Belastungen ausgesetzt. Stress ist die häufigste Antwort des Körpers auf eine physische, mentale oder emotionale Aggression. Existenzängste, Schlafstörungen oder ein Burnout sind mögliche Folgen, mit denen Musikerinnen und Musiker heute oftmals konfrontiert sind. Um in diesem Beruf fokussiert Höchstleistungen zu erbringen, wird die physische und mentale Vorbereitung immer wichtiger. So haben beispielsweise die Münchner Philharmoniker einen mentalen Trainer angestellt und ermöglichen so eine ideale Vorbereitung in einem Beruf, der gerne mit dem Spitzensport verglichen wird.

Tinnitus und Lampenfieber sind zwei weitere Themen, welche Künstlerinnen und Künstler betreffen und eine spezifische Beratung und Behandlung erfordern. Aus diesen Gründen scheint es wichtig, sich vorbeugend mit den Ursachen von gesundheitlichen Problemen und den veränderten beruflichen Anforderungen in dieser Tätigkeit auseinander zu setzen.

Die Sophrologie ist eine individuelle Bewusstseinsschulung, welche Körper und Geist aktiviert. Die Methode wird nicht nur im Gesundheitsbereich, sondern auch in der Erziehung, der Musik und im Spitzensport erfolgreich eingesetzt. Dabei stärkt die Sophrologie das Selbstvertrauen, steigert die Motivation, weckt die Kreativität, verbessert die Effizienz und dient auch der Burnout-Prävention. Die Methode weist u.a. Elemente des autogenen Trainings, der progressiven Muskelentspannung und des Raja-Yogas auf.

Weitere Informationen unter: www.sofroy.ch, www.sophrologiesuisse.ch

Irène Schweizer gewinnt den Schweizer Grand Prix Musik 2018

Irène Schweizer, eine der wichtigsten Pianistinnen des zeitgenössischen Jazz wird mit dem Gran Prix Musik 2018 ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 13. September 2018 im Rahmen des Festivals Label Suisse in Anwesenheit von Bundesrat Ignazio Cassis in Lausanne statt.

Irène Schweizer befasste sich bereits im Alter von 12 Jahren autodidaktisch mit Klavier und Schlagzeug, bevor sie Unterricht bei einem Privatlehrer nahm. 1958 wandte sie sich dem Modern Jazz zu und trat bis 1961 alljährlich mit den Modern Jazz Preachers beim Amateurfestival in Zürich auf, 1960 als Siegerin. Begegnungen mit Abdullah Ibrahim und den Blue Notes sowie mit Cecil Tayler führten sie zum Free Jazz. Sie hat in ihrer Karriere zahlreiche Solo- und Duo-Alben veröffentlicht unter anderem mit Pierre Favre und Joey Baron. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit war sie schon früh als Feministin aktiv, was zur Zusammenarbeit mit Formationen wie der „Feminist Improvising Group“ sowie „Les Diaboliques“ führte. Sie gilt zudem in der Schweizer Jazzszene als wichtige Organisatorin und ist an der Entstehung des Taktlos Festivals und des Label Intakt wesentlich beteiligt.

1990 erhielt Schweizer den Kulturpreis der Stadt Schaffhausen und 1991 den Kunstpreis der Stadt Zürich. Die Schweizer Regisseurin Gitta Gell dokumentierte das Leben der Jazzmusikerin in einem Film. 2013 wurde sie mit dem «Nachtigall 2013», dem Sonderpreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Irène Schweizer wird zu Recht als eine der spannendsten Figuren des Jazz bezeichnet.

Der Schweizer Musikrat freut sich sehr über die Wahl und gratuliert Irène Schweizer herzlich zum Grand Prix Musik 2018.

NR Rosmarie Quadranti neue Präsidentin des SMR

Die Delegiertenversammlung des Schweizer Musikrats (SMR) hat am letzten Freitag Rosmarie Quadranti als neue Präsidentin gewählt. In dieser Funktion wird sich die Nationalrätin künftig für die Anliegen des Schweizer Musiksektors einsetzen. Der SMR schätzt sich glücklich, mit ihr eine Persönlichkeit gewonnen zu haben, die auf nationaler Ebene politisch aktiv ist und sich mit viel Engagement für kulturpolitische Belange einsetzt. Rosmarie Quadranti amtet seit 2000 als Schulpräsidentin von Volketswil. 2011 wurde sie in den Nationalrat gewählt und ist dort seit ihrer Wiederwahl 2015 Fraktionspräsidentin der BDP. Im Parlament ist sie Mitglied der «Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur» und der «Sicherheitspolitischen Kommission». Mehreren Parlamentarischen Gruppen steht sie als Co-Präsidentin vor, so der Parlamentarische Gruppe Mehrsprachigkeit oder der Parlamentarischen Gruppe Suisse – Solidarité internationale. Zudem ist sie im Vorstand der Parlamentarischen Gruppe Musik PGM. Die Nationalrätin ist in verschiedenen Stiftungen und Verbänden aus dem Kultur- , Sozial- und Bildungsbereich tätig. So präsidiert sie seit 2015 den Stiftungsrat der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und den Verband Kinderbetreuung Schweiz, kibesuisse. Seit Juli 2016 ist sie zudem Mitglied des entwicklungspolitischen Beirats von Helvetas.

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