National und international breit vernetzt.
Unsere Netzwerke

Gruppenbild mit den Teilnehmenden am European Music Forum in Sofia-Bulgarien ©Sandra Tinner

Taskforce Culture
Die Kerngruppe der Taskforce Culture tagt regelmässig, bündelt kulturpolitisch dringliche Themen, fördert den Informationsaustausch und koordiniert die politische Arbeit sowie die Medienarbeit der beteiligten Verbände und Organisationen. Sie steht in engem Kontakt mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Carine Bachmann, Direktorin des Bundesamts für Kultur.
Seit März 2020 arbeitet der Schweizer Musikrat in der Kerngruppe der Taskforce Culture (TFC) mit. Die TFC entstand zu Beginn des ersten Covid-19-Lockdowns als ad-hoc-Zusammenschluss von Kulturverbänden, um während des Stillstands des Kulturlebens – und darüber hinaus – gerechte Entschädigungen im Kultursektor durchzusetzen und die kulturspezifische Ausgestaltung von Schutzmassnahmen mit den Behörden zu koordinieren und klären.

Dialogorgan Schweizer Musik mit der SRG
Die Verbreitungskanäle der SRG SSR sind zentral für die Sichtbarkeit Schweizer Musik. Seit den späten 1980er-Jahren hat sich der Schweizer Musikrat – gemeinsam mit Partnern aus der Branche – für einen angemessenen Anteil Schweizer Repertoire auf den SRG-Sendern eingesetzt. Daraus entstand das Dialogorgan Schweizer Musik SRG.
2004 erarbeiteten Verbände aus dem Musikbereich die Charta der Schweizer Musik: Sie hält fest, dass SRG und Branchenvertretungen jährlich Zielwerte für den Anteil ausgestrahlter Schweizer Musik definieren. Der Anteil ist seither kontinuierlich gestiegen. Zum 20-jährigen Jubiläum wurde die Charta aktualisiert – u. a. um die zusätzlichen Online-Kanäle der SRG – und am 14. März 2024 von SRG und Branchenverbänden, darunter der Schweizer Musikrat, feierlich erneuert und unterzeichnet.

Musiklexikon der Schweiz (MLS) – Musikgeschichte auf einen Klick
Das Musiklexikon der Schweiz (MLS) stellt fundierte, zeitgemässe Informationen zur Musikgeschichte der Schweiz online und unentgeltlich zur Verfügung. Erfasst werden prägende Personen, Institutionen und musikbezogene Objekte aller Sparten des Musiklebens – von Volks- und Popularmusik über Klassik bis zu Musikerziehung und Festivals.
In der ersten Ausbaustufe öffnet das MLS den Zugang zur älteren Lexikografie und vernetzt Inhalte national wie international mit wissenschaftlichen Informationsquellen. Der Nutzen: historische Tiefe mit klarer Quellenlage, intuitiv zugänglich.
Der Schweizer Musikrat begleitet das MLS als Trägerschaft und Vorstandsmitglied strategisch und inhaltlich – für verlässliche Qualität, Sichtbarkeit und einen offenen Zugang zur Musikgeschichte der Schweiz.

Kooperation der Musikräte im deutschsprachigen Raum
Die Musikräte aus Österreich, Deutschland und der Schweiz treffen sich jährlich zu einem trilateralen Austausch. Die Treffen finden abwechselnd in den drei Ländern statt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle kulturpolitische Themen, der Dialog mit politischen Entscheidungstragenden sowie eine gemeinsame Erklärung, die zentrale Anliegen und Positionen festhält.
Der Austausch dient dazu, Positionen abzustimmen, Best Practices zu teilen und gemeinsame Initiativen anzustossen – für starke Rahmenbedingungen in Bildung, Produktion, Verwertung und Sichtbarkeit von Musik. Zwischen den Jahrestreffen arbeiten die Geschäftsstellen und Fachgruppen weiter zusammen, um Beschlüsse zu konkretisieren und die Umsetzung zu begleiten.
Der Schweizer Musikrat ist in dieser Kooperation aktiv engagiert, bringt die Perspektiven seiner Mitgliedsverbände ein und wirkt an der Ausarbeitung und Kommunikation der gemeinsamen Erklärungen mit. So entsteht eine vereinte Stimme des deutschsprachigen Musiksektors – wirksam in der Politik, in der Verwaltung und in der Öffentlichkeit.


Mitgliedschaft im International Music Council (IMC) und European Music Council (EMC)
Der Schweizer Musikrat ist Mitglied im International Music Council (IMC) und im European Music Council (EMC). Der 1949 von der UNESCO gegründete IMC ist das grösste musikalische Netzwerk weltweit – über 1’000 Organisationen in rund 150 Ländern. IMC und EMC setzen sich dafür ein, dass alle Menschen Zugang zur Musik haben: frei musizieren, Fähigkeiten erlernen und an musikalischen Aktivitäten teilhaben. Für Musikschaffende stehen das Recht auf künstlerische Entwicklung, geeignete Infrastruktur sowie Anerkennung und faire Vergütung im Zentrum.
Ein wichtiger Referenzrahmen ist die am 21. März 2018 in Brüssel lancierte European Agenda for Music. Sie entstand nach breiter Konsultation und verankert Musik als kulturellen Pfeiler Europas – bewahrend und verbindend – zugleich aber auch als Wirtschaftsfaktor.
Unsere Mitgliedschaft im IMC und EMC stärkt die internationale Vernetzung des Schweizer Musikrats und untermauert unsere Arbeit für Teilhabe, Qualität und faire Rahmenbedingungen – in der Schweiz und darüber hinaus.
