Abstimmung gewonnen, aber die Verantwortung bleibt.
- vor 4 Tagen
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Die SRG-Halbierungsinitiative ist nach einem engagierten Abstimmungskampf mit fast 62% NEIN-Stimmen aus allen Kantonen abgelehnt. Ein grosser Erfolg für den Schweizer Musikrat und ein wichtiges Signal für die Kultur, die Medienvielfalt und das Musikland Schweiz.
Doch viele entscheidenden Fragen stellen sich weiterhin:
Wie sichern wir langfristig die medialen Bühnen für Schweizer Musik?
Wie entsteht Sichtbarkeit jenseits von Algorithmen und Zufall?
Und wie gestalten wir das Zusammenspiel von öffentlichen, privaten und digitalen Plattformen künftig?
Diese Fragen dulden keinen Aufschub.
«Wo die Musik spielt» bleibt
Während des Abstimmungskampfs ist mit «Wo die Musik spielt» eine engagierte Community aus Musiker:innen, Veranstalter:innen, Verbänden, Kulturschaffenden und interessierten Bürger:innen entstanden.
Diese Plattform führen wir weiter, als Ort für Austausch, Perspektiven und eine notwendige Debatte über die Zukunft der medialen Bühnen im Musikland Schweiz.
Denn Sichtbarkeit ist nicht gegeben, sie wird gestaltet.
m4music: Start der nächsten Phase
Am m4music haben wir diesen Prozess lanciert: In sechs Vodcasts diskutierten wir mit Stimmen aus der Szene zentrale Fragen zur Zukunft der medialen Bühnen. Offen, differenziert, engagiert – und bewusst auch kontrovers.
Die ersten Folgen erscheinen in den kommenden Wochen.

Klare Haltung: Wir mischen uns ein
Die gewonnene Abstimmung ist kein Schlusspunkt. Sie ist ein Auftrag. Der Schweizer Musikrat wird sich aktiv in die kultur- und medienpolitische Diskussion einbringen. Als Stimme der Musik, als Partner der Branche und als Akteur in der politischen Gestaltung.
Es geht um konkrete Fragen:
Wie bleibt Schweizer Musik sichtbar – in allen Sprachregionen?
Wie sichern wir faire Zugänge zu medialen Bühnen?
Wie stärken wir die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Medien, privaten Anbietern und neuen Plattformen?
Und wie verhindern wir, dass kulturelle Sichtbarkeit zur reinen Markt- oder Algorithmusfrage wird?
Wir wollen diese Debatte nicht nur begleiten. Wir wollen sie prägen. Denn eines ist klar: Die Musik spielt weiter. Aber ob sie gehört wird, ist auch eine politische Frage.
