SRG-Halbierungsinitiative
- Schweizer Musikrat
- 23. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Die sogenannte SRG-Halbierungsinitiative fordert, die Radio- und Fernsehgebühren auf 200 Franken pro Jahr zu senken. Damit würde das Budget der SRG – und in der Folge das gesamte audiovisuelle Ökosystem der Schweiz – um rund die Hälfte gekürzt. Was auf den ersten Blick nach einer finanziellen Entlastung klingt, hätte tiefgreifende Folgen: für die Sichtbarkeit von Schweizer Musik, für regionale und sprachliche Vielfalt und letztlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die SRG spielt heute eine zentrale Rolle für das Schweizer Musikleben. Sie bietet Musikerinnen und Musikern eine Bühne, berichtet über Konzerte, Festivals und Nachwuchsinitiativen, produziert Eigenformate, unterstützt Aufnahmen und leistet mit ihren Radiokanälen und Online-Plattformen einen unschätzbaren Beitrag zur Präsenz einheimischer Musik – von Klassik bis Pop, von Jazz bis Volksmusik, in allen Landesteilen.
Eine Halbierung der Mittel würde diese Strukturen massiv schwächen. Besonders betroffen wären jene Bereiche, die keine kommerziellen Erträge erzielen: Nischenprogramme, regionale Produktionen, Live-Übertragungen, Bildungs- und Nachwuchsformate sowie Kulturjournalismus. Damit ginge ein grosser Teil jener Vielfalt verloren, die den Service public der Schweiz einzigartig macht.
Unsere Position: Der Schweizer Musikrat lehnt die SRG-Halbierungsinitiative entschieden ab.Wir stehen ein für einen starken Service public, der Kultur und Musik als Grundpfeiler demokratischer Teilhabe versteht. Es braucht klare Kulturaufträge, Kooperationen mit der Musikszene und eine faire Präsenz von Schweizer Musik in allen Sparten und Sprachregionen – nicht Kürzungen, die die kulturelle Infrastruktur schwächen würden.
Musik ist keine Nebensache, sondern Teil der Identität dieses Landes. Wenn wir ihre Stimme halbieren, wird die Schweiz leiser, ärmer und stiller.
Unsere Initiativen und Aktivitäten
Kampagne WodieMusikspielt.ch
Um auf die weitreichenden Folgen der SRG-Halbierungsinitiative aufmerksam zu machen, lanciert der Schweizer Musikrat gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden die nationale Kampagne #WodieMusikspielt. Sie zeigt, was auf dem Spiel steht: die Vielfalt, Sichtbarkeit und Lebendigkeit der Schweizer Musik.
Unter dem Motto «Wo die Musik spielt» macht die Kampagne sichbar, dass Musik weit mehr ist als Unterhaltung – sie ist Teil unseres kulturellen Gedächtnisses und unserer demokratischen Öffentlichkeit.
Mit Beiträgen von Musikerinnen und Musikern, Veranstaltenden, Medienschaffenden und Musikliebhabenden aus allen Landesteilen zeigt #WodieMusikspielt, wie eng Musik, Medien und gesellschaftlicher Zusammenhalt miteinander verbunden sind. Die Kampagne läuft auf Social Media, in Print und im öffentlichen Raum – und lädt alle ein, die Stimme der Musik zu erheben, bevor sie verstummt.
